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UNSERE GESCHICHTE

Die Italienische Vereinigung für demographische Erziehung (AIED) wurde am 10. Oktober 1953 von Journalisten, Wissenschaftlern und Kulturschaffenden mit verschiedenen politischen Visionen aber mit der gleichen weltlichen und demokratischen Inspiration, ins Leben gerufen. In Italien gibt es den Verein seit über 60 Jahren und wurde während dieser Zeit menschlich und kulturell bereichert. Die Sektion in Bozen wurde von einigen Frauen am 12. Juni 1973 gegründet, mit dem Ziel einen Ort zu schaffen, wo Frauen über die Schwangerschaftsverhütung informiert werden und auch offen über ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden sprechen können. In den ersten Jahren arbeiteten nur Freiwillige und die Sektion finanzierte sich selbst. Im Jahr 1975 haben die Beratungsstellen ihre Tore für das Publikum geöffnet und drei Jahre darauf wurde das Gesetz zum freiwilligen Schwangerschaftsabbruch verabschiedet. Im Jahr 1979 wurde die Sektion von der Autonomen Provinz Bozen anerkannt und wird bis heute durch ein Abkommen mit dem Sanitätsbetrieb Bozen und dem Betrieb für Sozialdienste Bozen finanziert. Seit dem Jahr 1992 trägt die Beratungsstelle den Namen der Rechtsanwältin und der ersten Präsidentin der Sektion Andreina Emeri. Sie hat die Beratungsstelle durch ihre Kompetenz und Kreativität bereichert und ihr dadurch ermöglicht, zu einer wichtigen Anlaufstelle für Frauen zu werden. Im Laufe der Jahre bietet die Beratungsstelle immer mehr Dienstleistungen an und auch das Personal hat zugenommen.

Ziele

Die Italienische Vereinigung für demographische Erziehung (AIED) verfolgt keine kommerziellen Absichten und erstrebt keinen Gewinn.
Sie ist eine gemeinnützige Institution, die soziale und kulturelle Zwecke verfolgt, ein besonderes Augenmerk auf geschlechterspezifische Belange legt und zur Erziehung und Ausbildung der Personen beitragen möchte. AIED verfolgt folgende Ziele:

a) Die freie aber verantwortungsvolle Fortpflanzung zu fördern.

b) Das kulturelle und soziale Wachstum in Bezug auf die Sexualität zu unterstützen.

c) Initiativen hochbringen, welche die Lebensqualität der Menschen verbessert und die Gesundheit der Personen schützt.

d) Sie setzt sich mit den Themen Mutterschaft, Vaterschaft und der Geburt auseinander.

e) Jede Form von Diskriminierung zwischen Mann und Frau am Arbeitsplatz, in der Familie und in der Gesellschaft werden abgelehnt. Des Weiteren wird jede Form von sexueller Gewalt und gegenüber Minderjährigen verurteilt und den betroffenen Personen wird Unterstützung geboten.

f) Es werden Studien durchgeführt, um komplexe Themen zu vertiefen und demographische Probleme zu lösen.

g) AIED informiert sich ständig darüber, was im Bereich der künstlichen Befruchtung geschieht.

h) Die Beratungsstelle übt eine Kontrollfunktion in öffentlichen Einrichtungen aus, damit dies umgesetzt wird, was die Gesetze in Bezug auf die Empfängnisverhütung, Entbindung oder Abtreibung vorsehen. Außerdem werden Vorschläge unterbreitet, wenn die gesetzlichen Regelungen unangemessen sind.

i) Die Beratungsdienste sollen den Vereinsmitgliedern helfen, ihre psychische und physische Gesundheit und ihre Rechte zu schützen. Insbesondere wenn es um Themen geht, welche die Kindheit, Jugend, Hochzeit und Zusammenleben, Wechseljahre, sexuelle Gesundheit oder die Vorbeugung von Abtreibungen betreffen. AIED bietet unter anderem auch psychologische, rechtliche, medizinische oder soziale Hilfestellungen an.

j) AIED bildet Lehrpersonen aus und macht Schüler und Schülerinnen verschiedener Schulstufen mit dem Thema Sexualität vertraut. Dabei werden zwischenmenschliche, psychologische und affektive Aspekte berücksichtigt.

Bei der Umsetzung, der im Statut festgelegten Ziele, wird niemand aufgrund seines Geschlechts, seiner kulturellen, politischen oder religiösen Herkunft diskriminiert.

Sich für die Italienische Vereinigung für demographische Erziehung (AIED) zu entscheiden, hat eine besondere Bedeutung, einen unsichtbaren und wenig bekannten Wert, der den Verein einzigartig im Vergleich zu anderen macht. AIED blickt auf eine lange Geschichte zurück, die von Kämpfen um mehr Rechte für Frauen und Paare (Schwangerschaftsverhütung, Scheidung, sexuelle Erziehung) geprägt ist. Nur wenige wissen, dass AIED dazu beigetragen hat, die rechtlichen Hindernisse in Italien zu beseitigen, die bis 1971 die Nutzung von hormonellen Verhütungsmitteln verhindert haben.

Jeder, der sich für AIED entscheidet, gibt ein wenig von sich selbst dazu und leistet einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung dieses Prozesses.

Unsere Präsidenten

Andreina Emeri
von 1973 bis 1985

Silvia Camin
von 2016 bis heute

Umbertina Bacchin
von 1985 bis 1987

Manuela Kustatscher
von 1987 bis 2016

HEUTE

Die Beratungsstelle AIED ist durchgehend fünf Tage die Woche und das ganze Jahr über geöffnet und die Beratungsdienste werden in der Woche für insgesamt 48 Stunden angeboten. Zirka 1.800 Personen, davon sind 92 Prozent Frauen, wenden sich jährlich an die Beratungsstelle, um Informationen, Betreuung, Beratung in Bereich Geburtshilfe – Gynäkologie und auch psychologische, sexuelle und soziale Ratschläge zu bekommen.

Seit 2000 wächst konstant die Anzahl neuer Personen, die Rat suchen und das macht heute zirka 20 Prozent vom Ganzen aus.

Außerdem ist AIED stark präsent in den Schulen und erreicht zirka 900 Studenten und Studentinnen verschiedener Schulstufen.

Die Mitarbeiter von AIED sind Gynäkologinnen, Hebammen, Physiotherapeutinnen, Psychotherapeutinnen, Rechtsanwältinnen, Sozialarbeiterinnen, Interkulturelle Mediatorinnen sowie eine Zuständige für das Sekretariat.
Unsere Aufgabenbereiche:

  • Beratung im Sanitätswesen, im psychologischen und sozialen Bereich
  • Wir verfügen über eine gynäkologische Praxis
  • Geburtsvorbereitung und Begleitung nach der Geburt
  • Unterstützung der Mütter und der Eltern
  • Beckenbodengymnastik
  • Sexualerziehung an der Schule
  • Bewertung der Pflegeverhältnisse
  • Rechtsberatung
  • Psychologische Beratung beim Langzeitpflegeheim in Firmian

Wir sind Partner der Organisation gegen geschlechtsspezifische Gewalt der Gemeinde Bozen

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